Akkus sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie versorgen Akkuwerkzeuge, Gartengeräte, Haushaltsgeräte und viele weitere mobile Anwendungen mit Energie. Mit zunehmendem Alter können Akkus jedoch an Kapazität und Leistung verlieren. Das Gerät läuft dann nur noch kurze Zeit, der Akku bricht unter Belastung ein oder lässt sich möglicherweise gar nicht mehr laden.
Das bedeutet nicht automatisch, dass das komplette Gerät oder Akkugehäuse ersetzt werden muss. Je nach Akkutyp, Zustand und Aufbau können ein geeigneter Tauschpack, ein professioneller Zellentausch oder eine Akkureparatur die Nutzungsdauer deutlich verlängern.
Bei HKM Akkutechnik verbinden wir den Fachhandel für Akkuwerkzeuge mit einer eigenen Werkstatt für Akkureparatur und Zellentausch.
Der Begriff Akkutausch kann unterschiedliche Vorgänge beschreiben.
Bei einem vollständigen Akkutausch wird der bisherige Akku durch einen anderen, passenden Akku ersetzt. Dabei kann es sich beispielsweise um einen neuen Akku, einen geprüften Gebrauchtakku oder einen professionell neu bestückten Akku handeln.
Bei älteren Werkzeugen und Geräten ist außerdem häufig der Einbau eines fertig konfektionierten Tauschpacks möglich. Dabei bleibt das ursprüngliche Akkugehäuse erhalten. Der alte Akkupack wird aus dem Gehäuse entnommen und durch einen passenden neuen Akkupack ersetzt.
Solche Tauschpacks werden überwiegend für ältere NiCd- und NiMH-Akkus angeboten. Je nach Modell erfolgt der Anschluss über vorhandene Steckverbindungen oder durch das fachgerechte Anlöten der Anschlussleitungen.
Der Kunde tauscht dabei nicht einzelne Akkuzellen aus, sondern setzt einen bereits vollständig verbundenen und passend aufgebauten Akkupack ein.
Bei einer Akkureparatur wird zunächst geprüft, warum der Akku nicht mehr richtig funktioniert. Die Ursache muss nicht immer ausschließlich bei den Akkuzellen liegen.
Mögliche Fehlerquellen sind beispielsweise:
Nach der Prüfung wird entschieden, ob eine Reparatur technisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist.
Bei einer erfolgreichen Reparatur können viele vorhandene Bestandteile weiterverwendet werden. Dazu gehören abhängig vom Akkumodell das Gehäuse, die Anschlüsse, die Temperatursensoren und eine funktionsfähige Elektronik.
Beim Zellentausch werden die verschlissenen Akkuzellen im vorhandenen Akkugehäuse durch neue, geeignete Akkuzellen ersetzt.
Dabei kommt es nicht nur auf die Baugröße und Kapazität der Zellen an. Die neuen Zellen müssen auch zur Spannung, Belastung, Ladeelektronik und zum vorgesehenen Einsatzbereich des Akkus passen.
Ein Werkzeugakku für einen Akkuschrauber stellt beispielsweise andere Anforderungen an die Belastbarkeit der Zellen als ein Akku für einen Winkelschleifer, eine Kettensäge oder einen Rasenmäher.
In der Regel wird bei einem verschlissenen Akkupack nicht nur eine einzelne Zelle ersetzt. Stattdessen wird ein zueinander passender kompletter Zellensatz verwendet. Unterschiedlich gealterte oder technisch nicht zusammenpassende Zellen können zu ungleichmäßiger Belastung, Kapazitätsverlusten und erneuten Ausfällen führen.
Zunächst wird der eingesandte Akku äußerlich kontrolliert und technisch geprüft. Dabei werden je nach Akkutyp unter anderem die Spannung, das Verhalten der einzelnen Zellengruppen und der Zustand des Akkupacks betrachtet.
Anschließend wird das Akkugehäuse fachgerecht geöffnet. Der vorhandene Zellblock wird ausgebaut und die weiterverwendbaren Komponenten werden kontrolliert.
Danach wird ein neuer Zellblock aus geeigneten Akkuzellen aufgebaut. Die Zellen werden nicht einfach lose miteinander verlötet, sondern mit passenden Zellverbindern und geeigneter Technik verbunden. Bei vielen Akkupacks erfolgt die Verbindung durch Punktschweißen.
Vorhandene Temperatursensoren, Kontakte und weitere benötigte Bauteile werden entsprechend dem ursprünglichen Aufbau integriert. Bei Lithium-Ionen-Akkus muss zusätzlich die vorhandene Schutz- und Überwachungselektronik berücksichtigt werden.
Nach dem Zusammenbau wird der Akku erneut kontrolliert und auf seine ordnungsgemäße Funktion geprüft.
Die europäische Batterieverordnung berücksichtigt ausdrücklich die Wiederaufarbeitung von Batterien, bei der Zellen oder andere Komponenten beurteilt und bei Bedarf ersetzt werden, um die Batterie wieder für ihren ursprünglichen Einsatzzweck nutzbar zu machen.
Für viele ältere Akkuwerkzeuge und Geräte mit NiCd- oder NiMH-Technik bieten sich fertig konfektionierte Tauschpacks zum Selbsteinbau an.
Bei diesen Produkten sind die einzelnen Akkuzellen bereits zu einem vollständigen Pack verbunden. Der Kunde muss daher keine einzelnen Zellen auswählen, zusammenstellen oder miteinander verbinden.
Der Einbau unterscheidet sich je nach Gerät:
Vor dem Kauf sollten deshalb Bauform, Spannung, Zellanordnung, Abmessungen und Anschlüsse des bisherigen Akkupacks sorgfältig verglichen werden.
Moderne Lithium-Ionen-Akkupacks sind von dieser allgemeinen Empfehlung zum Selbsteinbau ausgenommen. Arbeiten an Lithium-Ionen-Akkus sollten nur von Personen durchgeführt werden, die über die erforderlichen Fachkenntnisse, geeignete Werkzeuge und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen verfügen.
Nicht jeder Akku ist gleich aufgebaut. Die verwendete Akkutechnik hat Einfluss auf Spannung, Kapazität, Gewicht, Belastbarkeit, Ladeverfahren und Reparaturmöglichkeiten.
Lithium-Ionen-Akkus werden heute in sehr vielen modernen Akkuwerkzeugen eingesetzt. Sie bieten eine hohe Energiedichte, ein vergleichsweise geringes Gewicht und eine niedrige Selbstentladung.
Moderne Werkzeugakkus bestehen meistens aus mehreren Lithium-Ionen-Zellen, die in Reihen- und Parallelschaltungen miteinander verbunden sind. Zusätzlich verfügen sie häufig über eine Schutz- und Überwachungselektronik.
Diese Elektronik kann unter anderem die Zellspannungen, die Temperatur und den Stromfluss überwachen. Abhängig vom Hersteller findet außerdem eine Kommunikation zwischen Akku, Werkzeug und Ladegerät statt.
Die Lebensdauer eines Lithium-Ionen-Akkus lässt sich nicht pauschal in Jahren angeben. Sie hängt unter anderem von der Zellqualität, Nutzung, Belastung, Temperatur, Lagerung und Anzahl der Ladezyklen ab.
Lithium-Ionen-Akkus speichern viel Energie auf kleinem Raum. Beschädigte, verformte oder aufgeblähte Akkus dürfen deshalb nicht weiterverwendet werden. Unsachgemäße Behandlung, Kurzschlüsse oder mechanische Beschädigungen können zu starker Erwärmung und Bränden führen.
Nickel-Cadmium-Akkus, kurz NiCd, wurden früher häufig in Akkuwerkzeugen eingesetzt. Sie sind robust, hoch belastbar und können vergleichsweise hohe Ströme liefern.
Bei wiederholter Teilentladung kann sich bei NiCd-Akkus ein sogenannter Memory-Effekt beziehungsweise eine Veränderung des nutzbaren Spannungsverlaufs bemerkbar machen. Dadurch kann der Eindruck entstehen, dass der Akku weniger Kapazität besitzt.
Aufgrund des enthaltenen Cadmiums wurde diese Akkutechnik in vielen Anwendungsbereichen durch andere Systeme ersetzt. In älteren Werkzeugen sind NiCd-Akkus jedoch weiterhin häufig vorhanden.
Gerade bei solchen Geräten kann ein passender NiCd- oder NiMH-Tauschpack eine Möglichkeit sein, das vorhandene Werkzeug weiterzuverwenden.
Nickel-Metallhydrid-Akkus, kurz NiMH, wurden unter anderem als Alternative zu NiCd-Akkus entwickelt. Sie enthalten kein Cadmium und bieten bei vergleichbarer Baugröße häufig eine höhere Kapazität.
Der klassische Memory-Effekt ist bei NiMH-Akkus deutlich weniger ausgeprägt als bei NiCd-Akkus. Dennoch können Alterung, hohe Temperaturen, falsche Lagerung oder ungeeignete Ladeverfahren die Leistung beeinträchtigen.
Beim Ersatz eines NiCd-Akkupacks durch einen NiMH-Akkupack muss geprüft werden, ob das vorhandene Ladegerät für die eingesetzte Akkutechnik geeignet ist. Nicht jedes ältere Ladegerät kann NiMH-Akkus korrekt laden.
Nicht jeder Akku kann repariert oder neu bestückt werden. Vor einer Reparatur müssen deshalb verschiedene Voraussetzungen geprüft werden.
Eine Reparatur kann beispielsweise eingeschränkt oder nicht möglich sein, wenn:
Besondere Vorsicht ist bei Lithium-Ionen-Akkus erforderlich. Ein Kurzschluss, ungeeignete Zellen, falsche Verbindungen oder Beschädigungen können hohe Ströme und gefährliche Temperaturen verursachen.
Lithium-Ionen-Akkus sollten deshalb nicht ohne entsprechende Fachkenntnisse geöffnet, verändert oder neu bestückt werden. Verwenden Sie beschädigte, aufgeblähte oder ungewöhnlich heiße Akkus nicht weiter.
Akkus sind für das wiederholte Aufladen vorgesehen. Sie dürfen jedoch nur mit einem Ladegerät geladen werden, das zur jeweiligen Akkutechnik, Spannung und Bauform passt.
Nicht wiederaufladbare Batterien, auch Primärbatterien genannt, dürfen dagegen grundsätzlich nicht in einem normalen Ladegerät aufgeladen werden. Sie sind konstruktiv nicht für wiederholte Ladevorgänge ausgelegt.
Die europäische Batterieverordnung unterscheidet deshalb ausdrücklich zwischen nicht wiederaufladbaren und wiederaufladbaren Batterien.
Auch ein Akku darf nicht mit einem beliebigen Ladegerät geladen werden. Ein falsches Ladeverfahren kann den Akku beschädigen, seine Lebensdauer verkürzen oder ein Sicherheitsrisiko verursachen.
Verwenden Sie deshalb immer ein geeignetes und technisch einwandfreies Ladegerät.
Bei der Herstellung eines neuen Akkus werden Rohstoffe, Energie, Gehäusematerialien, elektronische Bauteile und weitere Komponenten benötigt.
Kann ein vorhandenes Akkugehäuse zusammen mit funktionsfähigen Anschlüssen und Bauteilen weiterverwendet werden, müssen nicht zwangsläufig alle Bestandteile durch ein vollständiges Neuprodukt ersetzt werden.
Ein geeigneter Zellentausch oder Tauschpack kann außerdem dazu beitragen, dass ältere Akkuwerkzeuge und Geräte weiterhin genutzt werden können. Dadurch muss nicht allein wegen eines verschlissenen Akkus sofort ein komplett neues Gerät angeschafft werden.
Ob eine Reparatur ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, hängt vom Zustand des Akkus, der verbleibenden Lebensdauer des Geräts, der Verfügbarkeit geeigneter Ersatzteile und dem Reparaturaufwand ab.
Die aktuellen europäischen Batterieanforderungen verfolgen das Ziel, den gesamten Lebenszyklus von Batterien nachhaltiger zu gestalten und Wiederverwendung, Reparatur, Wiederaufarbeitung und Recycling zu stärken.
Nicht mehr verwendbare Akkus und Batterien gehören niemals in den Hausmüll. Sie müssen über geeignete Sammel- und Rücknahmestellen entsorgt werden.
Ihr Werkzeugakku verliert schnell an Leistung, lässt sich nicht mehr laden oder ist als Originalakku nicht mehr erhältlich?
HKM Akkutechnik prüft, ob ein Zellentausch oder eine Akkureparatur technisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist. Für viele ältere NiCd- und NiMH-Akkus erhalten Sie außerdem passende, fertig konfektionierte Tauschpacks zum Selbsteinbau.
Als Fachhandel für Akkuwerkzeuge mit eigener Werkstatt verbinden wir Produkterfahrung mit praktischer Kompetenz rund um Werkzeugakkus, Akkureparatur und Zellentausch.
Mehr Leistung für Ihre Geräte – durch passende Akkus, fachgerechte Reparaturen und Lösungen für ältere Akkuwerkzeuge.
Je nach Zustand und Akkumodell kann eine Reparatur oder ein Tauschpack verschiedene Vorteile bieten: